wiedereinstiegjobs
Ratgeber

Wiedereinstieg planen: Schutzrechte, Beratung und Bewerbung

Welche Schutzrechte gelten, wo du Beratung bekommst und wie du die Pause im Lebenslauf darstellst.

Passende Stellen ansehen

Rückkehr aus der Elternzeit

Nach der Elternzeit kehrst du in dein bestehendes Arbeitsverhältnis zurück. Ab dem Zeitpunkt, zu dem du Elternzeit verlangt hast, frühestens acht Wochen vor ihrem Beginn bei Kindern unter drei Jahren, und während der gesamten Elternzeit darf dein Arbeitgeber nur in besonderen Fällen mit Zustimmung der zuständigen Landesbehörde kündigen. Vereinbare einige Wochen vor dem Ende ein Rückkehrgespräch und kläre Stunden, Aufgaben und Einarbeitung.

Nach der Pflege eines Angehörigen

Wer einen nahen Angehörigen zu Hause pflegt, kann sich nach dem Pflegezeitgesetz bis zu sechs Monate ganz oder teilweise freistellen lassen, wenn der Arbeitgeber mehr als 15 Beschäftigte hat. Die Familienpflegezeit erlaubt eine teilweise Freistellung bis zu 24 Monate bei mindestens 15 Wochenstunden, bei Arbeitgebern mit mehr als 25 Beschäftigten. Beide zusammen dürfen je pflegebedürftigem Angehörigen 24 Monate nicht überschreiten.

Beratung durch die Agentur für Arbeit

Bei den Agenturen für Arbeit gibt es Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt. Zu ihren Aufgaben gehört die Beratung zum beruflichen Einstieg und Fortkommen nach einer Familienphase und zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Dort erfährst du auch, welche Weiterbildungen gefördert werden können.

Weiterbildung vor dem Einstieg

Bist du arbeitsuchend gemeldet, kann die Agentur für Arbeit eine Weiterbildung mit einem Bildungsgutschein fördern, wenn sie für deine berufliche Eingliederung notwendig ist. Das kann auch für Berufsrückkehrende gelten. Kläre vorher in einem Beratungsgespräch, welche Kurse in Frage kommen, denn gefördert werden nur zugelassene Maßnahmen.

Die Pause im Lebenslauf

Schreib die Pause als eigene Station in den Lebenslauf, etwa Elternzeit oder Pflege eines Angehörigen, mit Zeitraum. Ergänze, was du in dieser Zeit fachlich getan hast: Kurse, Ehrenamt, Projekte. Im Anschreiben reicht ein Satz zur Pause. Der Schwerpunkt gehört auf das, was du für die Stelle mitbringst, ab wann und in welchem Umfang du arbeiten kannst.

  • Aktualisierter Lebenslauf mit der Pause als Station
  • Arbeitszeugnisse der letzten Stellen
  • Nachweise über Weiterbildungen während oder nach der Pause
  • Berufsurkunden oder staatliche Anerkennungen bei reglementierten Berufen wie Erzieher oder Physiotherapeut

Probearbeit und Hospitation

Nach einer langen Pause hilft es, den Arbeitsalltag vor der Zusage zu erleben. Frag, ob du einen Tag hospitieren kannst. Beim Arbeitgeber, bei dem du vor der Pause warst, kannst du auch früher Kontakt halten, etwa über Teamtreffen oder eine Vertretung einzelner Tage während der Elternzeit, soweit das mit deinem Arbeitgeber vereinbart ist.

Erste Wochen nach der Rückkehr

Plane in den ersten Wochen Puffer ein, etwa für die Eingewöhnung in der Kita oder neue Abläufe im Team. Vereinbare mit deiner Führungskraft ein Gespräch nach einigen Wochen, um Stunden und Aufgaben bei Bedarf anzupassen.

Passende Stellen

Weitere Ratgeber